13. Dec 2015

Liebespflanzen und Aphrodisiaka

Teil 1 der Sensatonics Liebesmittel-Serie

Während "Viagra für die Frau" trotz Nebenwirkungen in den Markt gehypt wird, stellt dieser Artikel alternative Möglichkeiten vor: Liebespflanzen und pflanzliche Aphrodisiaka.


Doch ganz egal, ob es sich um chemische oder pflanzliche Potenzmittel handelt: Ohne die psychische Bereitschaft bzw. einen sexuellen Stimulus wirken weder die einen noch die anderen.

 

Geheimnisse der Erotik

Es gehört zu den Geheimnissen der Erotik, dass sich Menschen - so wie sie sind - näher kommen und mit allen Sinnen erfahren. Warum sollte es dann peinlich sein, mal keine Lust zu haben oder nicht zu "können" - zumal es sich bei diesem "nicht können" häufig um ein "nicht wollen" auf unterbewusster Ebene handelt…

 

Gerade bei Unsicherheit, Selbstzweifeln oder Verkrampfungen sind pflanzliche Mittel und ein ganzheitlicher Ansatz oft besonders wirksam. Das Bad in Rosenblüten bei Kerzenschein gilt zwar als kitschig und klischeehaft, kann aber äußerst wirksam sein. Auch ein guter Wein, Likör oder aphrodisierender Kräuterbitter, der mit allen Sinnen genossen wird, kann erotischen Genuss bescheren - und nebenbei eventuelle Hemmschwellen in der Liebesbereitschaft abbauen.

 

Erstaunlicher Weise sind es keineswegs nur Kräuter und Gewürze, die sinnliche Wirkungen haben können und als Liebesmittel fungieren, sondern auch Obst, Gemüse oder Meeresfrüchte: Dass Austern oder Granatäpfeln aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird, ist weitgehend bekannt. Aber wie sieht es mit Aprikosen, Pflaumen, Artischocken, Miesmuscheln oder Spargel aus? Deren Wirkung mag vielleicht nicht so potent sein wie die von Damiana, Muira Puma, Colanuss, Maca oder Catuaba, … doch in der Kombination einer liebevoll zusammen gestellten Menüfolge entsteht eine ganz eigene sinnliche Wirkung, die sich mit der Einnahme chemischer Hilfsmittel kaum vergleichen lässt.

 

Die chilenische Autorin Isabel Allende hat ein ganzes Kochbuch voller sinnlicher Rezepte heraus gegeben (Aphrodite - eine Feier der Sinne). Darin geht es nicht nur um Liebespflanzen, sondern um das Zelebrieren einer übergreifenden Sinnlichkeit, die durch aphrodisierende Speisen und Getränke noch gesteigert wird. Die wichtigste erogene Zone ist und bleibt eben das Gehirn, das uns mit den Mitteln der Phantasie ungeahnte Höhenflüge erleben lassen lassen kann. Gleichzeitig kann die Phantasie auch der größte Lustkiller sein.

 

Liebespflanzen

Liebespflanzen setzen meist genau hier an: Sie können das Herz öffnen und sinnliche Stimmungen unterstützen. Echte Pflanzen wirken dabei grundsätzlich anders als Medikamente, bei denen die Wirkstoffmengen exakt standardisiert sind. Jede Pille, jeder Tropfen enthält genau die vorgesehene Menge an Wirkstoffen. Chemische Potenzmittel wirken dabei meist sehr gezielt auf den Hormonhaushalt und die Durchblutung der Sexualorgane.

Pflanzenbestandteile lassen sich dagegen im Originalzustand nicht exakt standardisieren: Licht, Nährstoffgehalt des Bodens, Erntezeitpunkt etc. spielen eine entscheidende Rolle für den Wirkstoffgehalt. Insofern kann die Wirkung z.B. eines Damiana-Tees recht unterschiedlich ausfallen.

 

Auch pflanzliche Aphrodisiaka können gezielt auf bestimmte Körperteile einwirken und z.B. die Durchblutung der Beckenregion verbessern. Oft wirken Liebespflanzen jedoch ganzheitlicher, indem sie die Sinnlichkeit durch erhöhte Hautsensibilität fördern, die Durchblutung und das Wärmeempfinden beeinflussen, die Phantasie anregen, entspannen und auf die Bildung und den Geruch von Körpersekreten Einfluss nehmen. Durch die Diversität der Wirkweisen entfaltet sich auch eine zusätzliche Dimension der Erotik, die aus der Interaktion entsteht: Geweitete Pupillen und gerötete Wangen wirken oft attraktiv und bilden damit den Stimulus, ohne den ohnehin nichts geht.

 

Traditionelle Liebesmittel und Aphrodisiaka

Schon aus der Antike und dem Mittelalter sind Rezepturen überliefert, die die Potenz oder die Gebärfreudigkeit steigern oder die Leibesfrucht abtöten sollen. Diese Themen sind traditionell eng miteinander verwand - und oft bestimmt die Dosis der Zubereitungdas Einsatzgebiet und die spezifische Wirkung. Einige dieser sogenannten "Hexenkräuter“, die aufgrund ihrer psychoaktiven Wirkung und ihres Gehalts an Toxinen alles andere als ungefährlich sind, wurden bereits im alten Rom verboten. Hierzu zählen u.a. Eisenhut, Alraune und Bilsenkraut.

 

Als Liebesmittel beliebt sind traditionell auch Pflanzen, die in ihrem Erscheinungsbild den männlichen oder weiblichen Geschlechtsorganen ähneln - so z.B. die Stinkmorchel, die "wie ein erigierter Penis aus dem „Hexenei" emporwächst. Auch die hodenförmigen Wurzeln des Knabenkrauts wurden gerne zur Herstellung von Liebestränken genutzt. Angeblich wird auch heutzutage noch auf manchen Basaren das Mehl dieser Wurzel als Liebesmittel verkauft.

 

Moderne Liebestränke

Seit langer Zeit überlieferte und geschätzte pflanzliche Aphrodisiaka wie beispielsweise Damiana, Muira Puama, Colanuss, Maca und Catuaba erfahren in den letzten Jahren eine Art Renaissance. Dies ist u.a. der Tatsache zu verdanken, dass wir sie in fix und fertig nutzbaren Rezepturen beziehen können. Von solchen sicheren, bequemen und in sich ergänzenden Wirkungen zusammen gestellten Liebeselixieren konnten unsere Vorfahren vermutlich nur träumen.

 

In den nächsten Artikeln geht es dann um genau solche Pflanzen und Elixiere.

veröffentlicht am 05.10.2015 von fairmarketing, aktualisiert am 21.12.2015 • in Katgeorie(n) Schamanismusbookmark in del.icio.us

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