10. Aug 2015

Visionäre Kunst

Teil 11 der Sensatonics Schamanismus-Serie

 

Spätestens seit der "beat-generation" und den literarischen Beschreibungen  psychedelischer Trips von William S. Burroughs und Allen Ginsberg sind visionäre Erfahrungen durch Ayahuasca auch hierzulande bekannt. 


Zwar macht nur ein Bruchteil der TeilnehmerInnen an Ayahuasca Zeremonien tatsächlich visuelle Erfahrungen. Die Beschreibungen derer, die optische Visionen erleben, weisen jedoch einen kulturübergreifend hohen Grad an Übereinstimmung auf.

 

Von Ayahuasca und Schamanismus inspirierte visionäre Künstler

Es gibt eine Fülle von Künstlern - sowohl im Amazonasgebiet, als auch in den Industrienationen - die durch schamanische Traditionen, Ayahuasca oder andere psychoaktive Substanzen inspiriert wurden.

 

Zu den bekanntesten gehört sicherlich Joseph Beuys z.B. mit seiner Aktion "I Like America and America Likes me", für die er sich zusammen mit einem wilden Kojoten in einen Käfig sperren liess, um einen stillen Dialog zu entwickeln. Kojoten gelten viele amerikanischen Ureinwohnern als heilige Tiere.

"Diese Aktion, die in zahlreichen Fotografien dokumentiert wurde, trug viel zum Beuys"schen Nimbus des Schamanen bei. Die Aktion verstand sich somit als eine Form der Kommunikation mit einem ursprünglichen Amerika und als ein Protest gegen das moderne Amerika, das er wegen des Vietnam-Kriegs und der kulturellen Monopolstellung in der Welt kritisierte."

Charlotte Bonham-Carter, David Hodge: Die Kunst der Gegenwart, belser-Verlag 2009, S. 29

Auch Künstler wie Sting, der Autor und Regisseur Jan Kounen (Comic-Verfilmung "Blueberry und der Fluch der Dämonen"), die Maler Mati Klarwein, Nisvan und Yando Rios oder Schriftsteller wie Graham Hankock liessen sich von psychedelischen Erfahrungen inspirieren. 

 

Gesellschaftliche Visionen

Manchen Künstlern geht es jedoch nicht nur um die Darstellung der Visionen: so gründete der peruanische Künstler Pablo Amaringo, der mit umwerfend detailreichen Gemälden schamanischer Visionen bekannt wurde, aus einer starken altruistischen Prägung die "Usko-Ayar" Amazonian school of painting.

 

Die Prinzipien dieser Kunstakademie basieren u.a. auf selbstloser Liebe, Gerechtigkeit, Großzügigkeit, spiritueller Wahrnehmung und adäquater Bildung. Die künstlerische Ausbildung hat dabei nicht nur das Lehren der Malerei zum Ziel, sondern will den SchülerInnen mit Liebe, Respekt und Weisheit Orientierungsmöglichkeiten bieten, um anderen Menschen, Pflanzen und Tieren mit Zuneigung zu begegnen.

 

Mehr aus der Sensatonics Schamanismus-Serie

 

veröffentlicht am 22.07.2015 von fairmarketing, aktualisiert am 21.12.2015 • bookmark in del.icio.us

nach oben
© 2017 Sensatonics GmbH · Teilestr. 11 - 16, Tor 0 · 12099 Berlin · fon: +49 30 / 255 65 279 · fax: +49 30 / 255 65 288 · email: info@sensatonics.de