13. Aug 2011

Christian Rätsch - Das erweiterte Bewusstsein im 3. Jahrtausend

16. September 2011

Ort: Auditorium Ethnologisches Museum in Berlin-Dahlem


Christian Rätsch, Claudia Müller-Ebeling, Roland Steckel: "Das erweiterte Bewusstsein im 3. Jahrtausend"

Perpektiven, Einsichten und Ausblicke


16. September 2011; Beginn 20 Uhr. Einlass ab 19.30 Uhr. Ende ca. 22.30


Ort: Auditorium Ethnologisches Museum in Berlin-Dahlem, Besuchereingang, Lahnsstr. 8, 14195 Berlin


Kosten: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Kartenreservierung: Tel.: 0049 (0) 30–32301995,

e-mail: info@mother-earth-project.de


Inhalt: Im Bewusstsein setzt sich die Welt und Wirklichkeit zusammen und entsteht immer wieder neu. Das Bewusstsein schärft unsere Wahrnehmung und ist die Basis dessen, was wir überhaupt wahrnehmen können. Träume und Visionen enthüllen verborgene Schichten der Wirklichkeit. Daher kultivierten Menschen seit frühester Zeit Techniken und Rituale, das Bewusstsein mit Hilfe von Trance und bewusstseinsverändernden Pflanzen und Pilzen zu verändern. Diese gezielte und willentliche Veränderung und Erweiterung provoziert neue Erkenntnisse und stimuliert die Kreativität.


Diese sublime und materiell nicht fassbare höchste Instanz unseres Geistes ist mit unserem Gefühlsleben eng verwoben. Sie steht uns nicht selbstverständlich zur Verfügung. Sie entsteht durch vielfältige äußere Einflüsse in der frühen Kindheit und entfaltet sich nur dann, wenn wir sie sorgsam kultivieren. Wo kein Bewusstsein ist, kann auch nichts erweitert werden!


Tückischerweise gibt es keine übergeordnete Instanz, mit der sich das Bewusstsein selbst erkennen kann. Daher fällt es uns schwer, Erkrankungen des Geistes (wie Depression), psychische Abhängigkeiten (etwa von Alkohol) und Auswirkungen unbekannter Gefahren – wie globale Klimaveränderungen oder atomare Katastrophen – rechtzeitig wahrzunehmen. Daher stellt sich die dringliche Frage: Wie erweitern wir unser Bewusstsein angesichts der Probleme im 3. Jahrtausend?


Ronald Steckel, Komponist, Regisseur und Autor, spricht in seinem Vortrag über informationsdichte und hochenergetische Bewusstseinsformen.


Dr. Christian Rätsch, Ethnopharmakologe, Altamerikanist und Autor, erläutert das Konzept des Bewusstseins bei dem Mayavolk der Lakandonen.


Dr. Claudia Müller-Ebeling, Kunsthistorikerin, Ethnologin und Autorin, reflektiert über das Bewusstsein in Kunst und Kulturgeschichte.


Eine Anfahrtsbeschreibung des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem und weitere Infos zum Kolloquium findet ihr auf der Webseite der Staatlichen Museen Berlin.


Im Anschluss an das Kolloquium gibt es noch ein zweitägiges Intensivseminar:


RITUELLE EKSTASE – Von Schamanen, Hexen und Technoheiden Intensiv-Wochenendseminar vom 17.-18. September 2011


Referenten: Dr. Christian Rätsch und Dr. Claudia Müller-Ebeling


Ort: care&share Zentrum Berlin-Schöneberg

Information und Anmeldung: Tel.: 0049 (0) 30 - 32301995,

e-mail: info@mother-earth-project.de


Inhalt: Die Kunsthistorikerin und Ethnologin Dr. Claudia Müller-Ebeling und der Ethnopharmakologe Dr. Christian Rätsch beziehen auf der Basis wissenschaftlich fundierter Recherchen auf leicht verständliche Weise Stellung zum Thema "Rituelle Ekstase". Sie ziehen ihr umfangreiches Repertoire aus Jahrzehnten Erfahrung mit psychedelischen Zuständen und ihrer Erforschung authentischer schamanischer Kulturen heran – insbesondere deren Wissen und Umgang mit bewusstseinsverändernden Pflanzen – und veranschaulichen dies anhand von Bildmaterial, Musik - und Pflanzenbeispielen.


Mit bestechender Klarheit und Einfühlsamkeit werden die beiden Referenten in diesem zweitägigen Intensivseminar eine verzaubernde Atmosphäre schaffen. Sie erklären, inwiefern Hexen schamanische Rituale praktizierten und äußern sich zum inflationären Umgang mit dem Etikett "Schamane". Rätsch und Müller-Ebeling gehen auf die heilsame Trancewirkung von Technoraves und Goa-Parties ein und auf die kulturellen Hintergründe der sogenannten Technoheiden. Dabei lassen sie reichlich Raum für den interaktiven Austausch und praktische Erfahrungen mit eigener Visions-Suche und ritueller Ekstase. So schicken sie die TeilnehmerInnen z.B. mit speziellen ethnobotanischen Räuchermischungen und gleichzeitiger intensiver Musik-Beschallung auf individuelle initiatorische Reisen.


Literaturempfehlungen zum Intensivseminar:


Ahnen, Geister und Schamanen - Universale Zeichen, Klänge und Muster der unsichtbaren Welt; Claudia Müller-Ebeling, AT-Verlag 2010.


Hexenmedizin - Die Wiederentdeckung einer verbotenen Heilkunst. Schamanische Traditionen in Europa, Claudia Müller-Ebeling, Christian Rätsch und Wolf-Dieter Storl; AT-Verlag 2009.

Schamanismus und Tantra in Nepal, Claudia Müller-Ebeling, Christian Rätsch und Surendra B. Shahi, Baden: AT-Verlag, 2008.

Der Heilige Hain,Christian Rätsch, AT-Verlag 2005.

Schamanismus, Techno & Cyberspace- Von "natürlichen" und "künstlichen" Paradiesen, Christian Rätsch, Nachtschatten Verlag 2001.

veröffentlicht am 13.09.2011 von silversurfer, aktualisiert am 24.10.2011 • bookmark in del.icio.us

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