Johannisbeerblätter, schwarze
Ribis nigrum (folia)
Der Schwarze Johannisbeerstrauch kommt in den gemäßigten Zonen Europas meist kultiviert in Hausgärten, seltener wild an Wald- und Wegrändern vor. Der sommergrüne Strauch mit 3-5-lappigen Blättern, kleinen glockenförmigen grünlich-gelben Blüten und blau-schwarzen aromatischen Beerenfrüchten wird 1-2 m hoch. Der Strauch war ursprünglich im nördlichen Mitteleuropa beheimatet und wurde vom Menschen in Mittel – und Osteuropa verbreitet.
Verwendung
Die Heilwirkungen der Schwarzen Johannisbeerblätter sind schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt – die Blätter werden als Zutat in aromatischen Haustees traditionell sehr hoch geschätzt. Aber auch als fruchtige Komponente in verschiedensten Rezepten von eingelegtem Obst und Gemüse über Süßspeisen bis zu Bowlen sind Johannisbeerblätter beliebt. In der Maibowle sind Johannisbeerblätter neben Waldmeister, Pfefferminz- und Erdbeerblättern eine gern genutzte Zutat.
Inhaltsstoffe
Die Blätter der schwarzen Johannisbeere sind reich an Vitamin C. Außerdem enthalten sind Gerbstoffe und Flavinoide.Wirkung
Die Blätter der schwarzen Johannisbeere stärken das Immunsystem und haben eine harn- und schweißtreibende Wirkung. Sie werden darüber hinaus traditionell verwendet bei Durchfall, Gicht, Keuchhusten, Migräne und Rheuma, außerdem zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Munderkrankungen.
Nebenwirkungen
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen bekannt.
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News
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Vergessenes Wissen - Int. Heilkräutertage 2012
07.06.2012
Mit: Wolf-Dieter Storl, Josef Karl, Susanne Fischer-Rizzi, Nana Nauwald, Roger Kalbermatten, Christian Rätsch, Bruno Vonarburg u.a.
