19. Oct 2015

Palo Santo - heiliges Holz

Teil 13 der Sensatonics Schamanismus-Serie

 

Der heutige Artikel zu Palo Santo bildet den Abschluss der Sensatonics Schamanismus-Serie und gleichzeitig den Übergang zu unserer neuen Serie "Liebespflanzen"


Palo Santo wird in der südamerikanischen Volksmedizin traditionell zur Reinigung der Atmosphäre z.B. bei Ayahuasca-Ritualen, als Analgetikum und zur Heilung von Krankheiten verwendet. Durch seinen starken, angenehm würzig-süßen, balsamischen Duft kann es aber auch sinnlich stimmen, denn es soll Geist und Körper verbinden.

 

Der Begriff Palo Santo

Der Begriff "Palo Santo" entstammt dem Spanischen und bedeutet nichts anderes als "Heiliges Holz" (Palo = Holz, santo = heilig). Dadurch erklärt sich auch, warum in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Hölzer als Palo Santo bezeichnet werden. So wird z.B. das verwandte Verawood (Bulnesia sarmentoi), Guajak-Holz, Adlerholz, Lignum vitae oder mit Copal-Harz durchtränktes Holz etc. als Palo Santo bezeichnet.

 

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem wild wachsenden Baum mit der botanischen Bezeichnung Bursera Graveolens, der zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae)gehört. Dieser Pflanzenfamilie gehören z.B. auch Weihrauch und Myrrhe an.

 

Herkunft und Verbreitung von Bursera Graveolens

Ursprünglich stammt Palo Santo aus Mittelamerika (Mexiko, Peru und Venezuela), ist aber auch in Gebieten bis zum nördlichen Argentinien, Paraguay, Bolivien und dem brasilianischen Mato Grosso heimisch. Ebenso findet sich Palo Santo in Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Ecuador und sogar auf den Galapagos Inseln.

 

Der wild wachsende Baum verbreitet sich über Steinkerne in den Früchten. Letztere färben sich zur Reifezeit rot und wirken dadurch für Vögel attraktiv, die sie fressen, verdauen und an anderen orten wieder ausscheiden. (Hubert Lücke: Naturgeschichte der Galapagos. Books on Demand 2007, S. 146)

 

Traditionelle Anwendung von Palo Santo

Die Verwendung von Palo Santo geht bis in die Inka-Zeit zurück, wo es zur Unterstützung der Kommunikation mit den Göttern eingesetzt wurde. Auch heute noch wird Palo Santo als Räucherholz zur spirituellen Reinigung des Geistes, der Atmosphäre und zur Auflösung von negativen Energien verwendet. Mehr dazu erfahrt Ihr auch auf der Shop-Seite zu Palo-Santo.

 

Palo Santo wird z.B. auch in Kirchen - ähnlich unserem Weihrauch - verräuchert und hat einen festen Platz in der südamerikanischen Volksmedizin: so wird das Harz als Schmerzmittel genutzt, ein Absud aus der gekochten Rinde wirkt schweisstreibend und der Alkoholauszug soll bei Rheumatismus lindernd wirken. Ausserdem soll es bei Erkältungen und Grippe, Stress, Asthma, Kopfschmerzen, Entzündungen, Angst und Depression hilfreich sein.

 

Anleitung zur Räucherung von Palo Santo:

Die Holzstücke können direkt angezündet werden und verglimmen langsam unter Freisetzung des balsamisch duftenden Rauches; nach Gebrauch einfach ausdrücken/löschen. Die Stäbe können ein andermal erneut angezündet und wieder verwendet werden.

 

Das zerkleinerte Holz (Palo Santo Splitter) lässt sich auf Räucherkohle verglimmen und auch wunderbar in eigenen Räuchermischungen verwenden.

 

Artenschutz:

Der Abbau und die Ausfuhr von Palo Santo sind aus Artenschutzgründen stark reglementiert. Das im Sensatonics Shop erhältliche Palo Santo (Bursera graveolens) stammt aus Peru und Ecuador und wird ausschliesslich von umgefallenen Bäumen aus nachhaltiger Bewirtschaftung gesammelt.

 

Quellen, Links & Literatur:

 

Mehr aus der Sensatonics Schamanismus-Serie

 

veröffentlicht am 02.09.2015 von fairmarketing, aktualisiert am 21.12.2015 • bookmark in del.icio.us

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